Nachwachsende Rohstoffe als Biomasse

Nachwachsende Rohstoffe als Biomasse immer stärker im Kommen

Anbaubiomasse und Reststoffe werden in immer größer werdendem Umfang in Bioenergie gewandelt. Diese dienen entweder der thermischen Nutzung, der Stromgewinnung (Biogas, Heizkraftwerke) oder der Kraftstoffherstellung.

Wurden nach Schätzungen der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) im Jahre 2006 auf ca. 1,6 Millionen Hektar Land nachwachsende Rohstoffe, sogenannte Energie- oder Industriepflanzen, angebaut, gehen erste Schätzungen für das Jahr 2007 bereits von etwa 2 Millionen Hektar Anbaufläche aus. Dies bedeutet, dass auf bereits ca. 17% der gesamten ackerbaulichen Nutzfläche in Deutschland nachwachsende Rohstoffe angebaut werden. Für die Landwirte werden sie somit zu einem immer wichtiger werdenden finanziellen Standbein. Ihr Anteil an der Menge der erzeugten erneuerbaren Energien ist weit dominierend.

Den weitaus größten Anteil hat hieran der Raps auf ca. 1,3 – 1,4 Millionen Hektar Anbaufläche. Er dient vornehmlich der Kraftstoffgewinnung als Biodiesel.

Die etwa 3.700 Biogasanlagen in Deutschland werden überwiegend mit Mais, und hier im Wesentlichen mit Silomais betrieben. Auch der Anteil an Mais steigt permanent; sein Anbau dürfte bereits auf über 400.000 Hektar betrieben werden. Eine Biogasanlage benötigt hierbei eine Anbaufläche mit Energiepflanzen von ungefähr 300-500 Hektar.

In Kreisen der Landwirtschaft wird davon ausgegangen, dass bis 2030 bereits auf 3,0 Millionen ha Fläche Energie- und Industriepflanzen angebaut werden. Die gestiegenen Marktchancen im Bereich der Landwirtschaft zeigen sich auch an den steigenden Ausbildungszahlen in diesem Segment.

Da diese Getreidearten nun auch zur Energienutzung angebaut werden, könnte es so kommen, dass sich ihr Marktpreis später einmal am Ölpreis oder allgemein den Energiekosten ausrichtet.

Nachwasender Rohstoff - Raps